Hingekleistert.
Nur die Noten der Revolutionsetüde
an der Fassade am Hein-Köllisch-Platz
erinnern an den hier geschilderten Vorfall.
Als der Komponist und Klaviervirtuose Frédéric Chopin im Jahre 1831 auf einer seiner Reisen durch nördliche Gefilde - die seine Biografen irrtümlich als durch den Süden, genauer gesagt, von Wien über Stuttgart nach Paris führend beschreiben - als also Frédéric Chopin das damals fast dörfliche Altona besuchte, drängte es ihn, das dort gebraute, bis in die Kreise der mondänen Pariser Gesellschaft hinein gerühmte, obergärige Altonaer ADLER BRÄU, ein noch heute legendäres Starkbier, dessen Konkurrent um die Gunst der Genießer das in der Freien und Hansestadt Hamburg gebraute HANSEATISCHE HELLE war, gemeinsam mit einem dem Alkoholgenuss zugetanen Reisegefährten, der ihn während der stundenlangen Kutschfahrt über seine Trinkgewohnheiten ausgeforscht hatte – Chopin bevorzugte Champagner, vor allem weil dessen Britzeln anregend auf seine kompositorische Phantasie wirkte – einem ausgiebigen Geschmackstest zu unterziehen, wonach beide, revolutionäre Gesänge anstimmend, sich schwankend der Stadtgrenze - die knapp zehn Jahre später zu Dänemarks Staatsgrenze werden sollte - näherten, mit der Absicht, in der Hansestadt weiter zu trinken – nämlich frisch gezapftes HANSEATISCHES HELLES – wo sie aber, bevor sie den Schlagbaum passieren konnten, da sie keinerlei Papiere dabei hatten, von den Grenzwächtern angewiesen wurden, das ruhestörende Gröhlen einzustellen und für den Rest der fast durchzechten Nacht in einer Zelle des Wachhauses am heutigen Hein-Köllisch-Platz auf dünnen Strohsäcken liegend Schlaf zu finden, aus dem Chopin mit den ersten Takten der Revolutionsetüde auf den Lippen aufwachte, bestürzt vor Begeisterung feststellend, das Altonaer ADLER BRÄU habe seine Komponistengeister aufs Genialste geweckt, wie es sonst nur das edle Welschengetränk vermochte, worauf er auf den Knien seines Herzens Gott pries - als polnischer Katholik glaubte er zu wissen, wem er sein extraordinäres Talent verdankte - und den Kutscher anwies, gleich ein Kistchen des sensationell mundenden Gerstensaftes aufzuladen.
Daran erinnern die Noten auf der Fassade des Hauses gegenüber der alten Wache.