Anekdote über einen unerhörten Vorfall aus dem Leben des Frederic Chopin wie er sich in Altona zugetragen haben soll

Hingekleistert.

Nur die Noten der Revolutionsetüde

an der Fassade am Hein-Köllisch-Platz

erinnern an den hier geschilderten Vorfall.

Als Frederic Chopin auf einer seiner Reisen durch nördliche Gefilde, die seine Biografen irrtümlich als in den Süden, genauer gesagt, nach Stuttgart führend beschreiben, das damals dänische Altona besuchte, drängte es ihn, das dort gebraute, bis in die mondänen Pariser Kreise hinein bekannte, obergärige Starkbier, das noch heute legendäre Altonaer ADLER BRÄU, dessen Konkurrent um die Gunst der Genießer das in der Freien und Hansestadt Hamburg hergestellte Helle war, gemeinsam mit einem dem Alkohol zugetanen Reisegefährten, der ihn während der stundenlangen Kutschfahrt über seine Trinkgewohnheiten ausgeforscht hatte – Chopin bevorzugte Champagner, vor allem weil dessen Britzeln anregend auf seine kompositorische Phantasie wirkte – ausgiebig zu probieren, wonach beide, revolutionäre Gesänge anstimmend, sich schwankend der Stadtgrenze - die damals auch Staatsgrenze war - näherten, mit der Absicht, in der Hansestadt weiter zu trinken – nämlich Hamburger Helles – wo sie aber, bevor sie den Schlagbaum passieren konnten, da sie keinerlei Papiere dabei hatten, von den Grenzwächtern angewiesen wurden, das ruhestörende Gröhlen einzustellen und für den Rest der Nacht in einer Zelle des Wachhauses am heutigen Hein-Köllisch-Platz auf dünnen Strohsäcken liegend Schlaf zu finden, aus dem Chopin mit den ersten Takten der Revolutionsetüde auf den Lippen aufwachte, bestürzt vor Begeisterung feststellend, dass das Altonaer Bräu seine Komponistengeister aufs Genialste geweckt hatte, wie es sonst nur das edle Welschengetränk vermochte, worauf er auf den Knien seines Herzens Gott pries - als polnischer Katholik glaubte er zu wissen, wem er sein Talent verdankte - und den Kutscher gleich ein Kistchen des Gerstensaftes aufladen ließ. Daran erinnern die Noten auf der Fassade des Hauses gegenüber der alten Wache.