Stefan Moes, Schreibtischler                Foto: Tara Wolff, Hamburg


Ob Tisch oder Text: Erfahrung ist mein schärfstes Werkzeug

 

Fünfzehn Jahre lang arbeitete ich als Dozent und Kursleiter für das Diakonische Werk. Darauf folgten zwanzig Jahre als Fernsehjournalist. Im Dezember 1989 berichtete ich als Korrespondent für RIAS TV aus der DDR nach der Wende. Eine kurze Zeit schien dort die Zukunft offen. Dabei zu sein, war das höchstmögliche Reporterglück. Als die D-Mark endlich kam, war die Zeit der produktiven Unruhe vorbei.

 

Ich ging zum NDR nach Hamburg. In fünfzehn Jahren produzierte ich mehr als 1.300 Beiträge für das Hamburg Journal, das Gesundheitsmagazin Visite und das Wirtschaftsmagazin Markt.

 

2007 verließ ich den Sender und wurde Pressereferent der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft. Krämpfe im Arm, zittrige Hände, wertete ich als Reaktionen auf beruflichen Streß. Ich wurde Leiter der Pressestelle einer universitären Forschungseinrichtung. Die Schmerzen verschlimmerten sich.

 

Ich zog die Notbremse. Lernte das Tischlerhandwerk. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche eröffnete ich im Jahre 2014 meine Werkstatt für Satz- und Möbelbau. Fünf Jahre lang engagierte ich mich als PR-Beauftragter für das Diakonische Werk Hamburg West/Südholstein.

 

Parkinson wurde so etwas wie mein stiller Teilhaber. Ein gemeiner, hinterhältiger Kotzbrocken. Ihm luchse ich jeden Tag aufs Neue die Zuversicht ab, mit der ich weiterarbeite. Seit Januar 2021 bildet die Auseinandersetzung mit meiner Erkrankung einen wesentlichen Teil meiner beruflichen Aktivitäten.

 

 


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