Hier wächst zusammen, was zusammen gehört. Schreiben und Schreinern haben mehr gemeinsam als die erste Silbe. Handwerk zählt, wie auch der Gebrauchswert. Der Idee folgt die Recherche, die Form folgt der Funktion. Als Schreibtischler strebe ich danach, etwas Gültiges und Unverwechselbares zu schaffen. Die Möbel und Texte aus meiner Werkstatt sind Unikate. Sie sollen schön sein, damit sie gebraucht werden; sie sollen gebraucht werden, weil sie schön sind.

 

 


Aus meiner Werkstatt

Mein aktuelles Projekt. Konzeption und Gestaltung der Kampagne "Diakonie. Gut beraten" für das Diakonische Hamburg-West/Südholstein. Der Spot läuft seit dem 23. Mai 2016 wieder in den Hamburger U-Bahnen.

 


 

 

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. 1989 kam ich zum Fernsehen und erlebte als Reporter die kurze Blüte der Demokratie in der DDR nach dem Fall der Mauer. 1992 ging ich zum NDR, für den ich mehr als 1.200 Beiträge realisierte. Ich portraitierte Menschen, recherchierte in Pflegeheimen, in Industriebetrieben sowie in der Drogenszene und berichtete über Gesundheitspolitik. 2007 wurde ich Pressereferent der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft und leitete von 2009 an zwei Jahre lang das Medienbüro des Exzellenzcluster Entzündungsforschung der Uni Kiel. Nach einer Tischlerlehre und dem Erwerb des Gesellenbriefs gründete ich im Februar 2015 möbel & texte. In fast 35 Berufsjahren habe ich meinen Werkzeugkasten ständig erweitert. Immer noch wächst meine Erfahrung. Sie ist mein wichtigstes Werkzeug.

 

 

Unterste Schublade

Schreibtischlers Blog

 

 

Was die Qualitätspresse vom Mindestlohn hält. 2014 brachte ich einen längeren Text in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter. Die FAS ist ein angesehenes Qualitätsblatt. Pro Zeile erhielt ich 1,50 € (insgesamt ca. 380 €). Zwei hätte ich schon gern gehabt. Das sagte ich auch, als ich den nächsten Text anbot. Der Redakteur wollte ihn - für 75 Cent pro Zeile. Ein unanständiges Angebot, fand ich und bot einen Kompromiss an: 1,50 € wie gehabt. „Dann lassen wir es eben“, mailte mir der Redakteur: „Ihre schönen Texte werden sie auch anderswo los." Journalismus kann ich mir nicht leisten.


Willkommen in der Wildnis

Den folgenden Text schrieb ich am 24. Oktober 2015. Seitdem ist viel passert. Wenig Gutes, scheint mir. Entscheiden Sie selbst.

 

KANTHOLZ 01. Kurz nach Mitternacht erreicht der ICE den Hamburger Hauptbahnhof. In Hannover waren mir die jungen Männer aufgefallen, die mit Rucksäcken durch den Großraumwagen eilten. Ärmlich wirkende Menschen, wie ich sie ich in der S-Bahn treffe. Im ICE fielen sie aus dem Rahmen.

mehr lesen 0 Kommentare

Die Welt, das unbekannte Wesen

Reisen bildet. Auf facebook postete ich ab und zu bekannte und weniger bekannte Orte aus ungewohnter Perspektive. Leser kommentierten.

 

Wenn der Wanderer über historische Handelsstraßen die Toskana durchmisst, kommt er unweigerlich ins Sinnen darüber, ob wirklich alle Wege nach Rom führen.Vor allem dann, merkte ein Freund an, wenn die Zypressen Trauer tragen.

mehr lesen

Man wird ja wohl noch fragen dürfen

Wer schafft was? Bereitet die Bundesregierung ein Gesetz zum Verbot von Landraub durch deutsche Konzerne in Afrika und anderswo vor?

Fördert die Politik die Entwicklung einer bäuerlichen Landwirtschaft in Mecklenburg Vorpommern?

Hört die Europäische Union auf, ihre subventionierten Lebensmittel billig auf ausländische Märkte zu werfen?

mehr lesen

Geschlossene Gesellschaft

Beobachtungen über Trennendes und Verbindendes im globalen Dorf. Vor fünfzehn Jahren war ich Gast eines Empfangs. Man stand trinkend und redend auf einer Terrasse oberhalb eines Tals. Unten am Hang machten Bauern Heu. Halbnackt sichelten die Männer Gras. Frauen balancierten die Ernte in flachen Körben auf den Köpfen. Ihre bunten Sahris gaben der Armut etwas Malerisches.

mehr lesen

Hingekleistert: Bier tut 's auch

Altonaer Anekdote. Als Frederic Chopin auf einer seiner Reisen durch nördliche Gefilde, die seine Biografen irrtümlich als in den Süden, genauer gesagt, nach Stuttgart führend beschreiben, das damals dänische Altona besuchte, drängte es ihn, das dort gebraute, bis in die mondänen Pariser Kreise hinein bekannte, obergärige Starkbier, das noch heute legendäre Altonaer ADLER BRÄU, dessen Konkurrent um die Gunst der Genießer das in der Freien und Hansestadt Hamburg hergestellte Helle war,


mehr lesen