Interview für den Film Barrierefrei zum Arzt mit dem Vorstandsmitglied der AOK Hamburg/Rheinland, Matthias Mohrmann

 

 

 

In meiner Schreibtischlerei wächst zusammen, was sammen gehört. Schreiben und Schreinern haben mehr gemeinsam als die erste Silbe.

Beim Tischlern wie beim Texten zählt Handwerkskunst. Der Idee folgt die Recherche, die Form folgt der Funktion.

Dienstleistung schreibe ich klein, Engagement groß. Meine Möbel und Texte sollen gefallen, ohne gefällig zu sein. Schließlich ist der Kunde König. Und Königin die Kundin.

 

 

Heiß. Dusche für Obdachlose. Detlef Oevermann ist ein Augenmensch. Hochsensibel als Fotograf und Filmemacher. Die am Knie abgescheuerten Hosen beweisen seine Jagd nach der besten Einstellung. Seine ist professionell. Das Schönste: Er arbeitet mit mir zusammen. Sicher könnten wir Ihnen schon mehr zeigen als das kleine Video. Wäre da nicht Corona, das auch uns aus dem Rhythmus brachte. Ente gut. Alles gut.

 

 

1994 erhielt ich einen

Sonderpreis der Deutschen Handwerksfilmtage.

Journalist zu sein, muss man sich leisten können. Ich kann es nicht. Vielleicht wird es wieder was mit dem Schreiben, wenn mein neuestes Projekt Erfolg hat: die Website über Parkinson.

Seit den 90er Jahren schrieb gelegentlich für den Freitag, die WOZ Wochenzeitung, die tageszeitung taz, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung FAS und chrismon. Beim NDR Fernsehen recherchierte ich in Pflegeheimen und Krankenhäusern für das Hamburg Journal. Ein Schwerpunkt waren Reportagen aus der Arbeitswelt. Jetzt schreibe ich ab und zu auf der Plattform männerwege. Aktuell das Tagebuch einer Integration. In chrismon, August 2017 schrieb ich über 12 Jahre mit meiner Schwiegermutter.

 

 

KURZE REDE ...

Sie kennen die Situation: mitten im Auditorium sitzend, den rettenden Ausgang viele peinliche Momente beim Hinausdrängen entfernt, heißt es das Gähnen zu bekämpfen und aufmerksam zu gucken. Damit niemand merkt, dass Sie im Stillen den Lottogewinn aufteilen. Zu spät zur Eröffnung oder zum Jubiläum zu kommen, ist eine Form der Gegenwehr. Ich habe eine bessere: Raten Sie Ihrer Chefin, Ihrem Abteilungsleiter oder dem Geburtstagskind, die Rede schreiben zu lassen. Vom Schreibtischler. Sie werden sehen, keiner hüstelt, keine geht, alle haben danach gute Laune und etwas zu erzählen.                                               ... TIEFER SINN.

 

 

 

 

Schön anzuschauen, praktisch, einzig. Schaukästen für eine Kunstausstellung und ein Schreibtisch in massiver Esche. Von mir nach den Wünschen meiner Kunden geplant. Den Stuhl, den Tisch, den schlicht wirkenden Schrank baute ich. Für herausragende Qualität bürgt das handwerkliche Geschick von Aliosky Benitez-Rodriguez. Jetzt punktet der Kubaner nicht mehr nur karibisch akribisch mit deutscher Wertarbeit, er ist Deutscher. Deutscher geht´s nicht.

 

 

Ungern verlasse ich die Diakonie. Sechs Jahren lang organisierte ich die Kampagne Diakonie. Gut beraten. Das Video für das U-Bahnfernsehen realisierte ich meinem ehemaligen NDR-Kollegen Matthias Adamschewski. Für die jährliche Spendenkampagne entwickelte ich Slogans. Regelmäßig schrieb ich als Reporter den Blog niemals ratlos.

 

Preisfrage. Ist es zu viel verlangt, Arbeit wertzuschätzen?