Warum der Impfzwang Sinn macht

Nur die Wahrheit zählt. Und nichts als sie. Wohl denen, die sie gepachtet haben.


 

 

Im Jahre 2004 berichtete ich über die Fertigstellung des damals noch städtischen Klinikums Barmbek. Statt des Ärztlichen Direktors kam der Kaufmännische Direktor vor die Kamera, um über die Perspektiven der Klinik zu sprechen. Damals änderten sich die Kräfteverhältnisse. Nicht mehr die medizinischen Belange standen im Vordergrund, sondern die kaufmännischen.

 

Als in Hamburg die städtischen Kliniken privatisiert werden sollten, wehrte sich die Gewerkschaft ver.di mit dem Slogan: „Gesundheit ist keine Ware.“ Damals verstand man diesen Satz noch als Warnung. 15 Jahre später beschreibt er die Realität. Gesundheit ist ein lukratives Geschäft. Wenn mitten in der Pandemie Intensivbetten abgebaut werden, liegt das im kommerziellen Interesse der Kliniken.

 

Vor ein paar Jahren machten Public-Private-Partnerships Schlagzeilen. Viele Gemeinden verkauften städtische Einrichtungen wie Straßenbahnen und Busse, Wasser- oder Elektrizitätswerke an private Unternehmen und mieteten sie zurück. Die komplizierten Verträge füllten meterlange Regale und durften von Abgeordneten gelesen, aber nicht kopiert werden. Alles war streng geheim.

 

Ich spiele hier nur ein Modell durch. Weltweit hat sich die Logik des Kapitalismus durchgesetzt. Sie erobert nach und nach sämtliche Bereiche der gesellschaftlichen und privaten Beziehungen. Alles wird zu Geld. Musste eine Klinik früher Geld einwerben, um Patienten zu behandeln, behandelt sie jetzt Patienten, um Profit zu machen.

 

Wenn im Dreischichtsystem künstliche Hüften eingesetzt werden, liegt das im kaufmännischen Interesse. Die Operationssäle müssen ausgelastet werden, damit sich das eingesetzte Kapital rentiert. Da kommt es vor, dass Menschen eine neue Hüfte bekommen, denen man auch anders hätte helfen können.

 

Die Weltbevölkerung durchzuimpfen ist ein Riesengeschäft. Noch dazu, wenn der Impfschutz schnell nachlässt und in kurzen Zeiträumen „geboostet“ werden muss.

 

Deutschland wehrt sich vehement gegen die Aufhebung des Patentschutzes. Gesundheitspolitisch ist das eine Katastrophe, vor allem für die armen Länder, die gezwungen werden, die Impfstrategie durchzusetzen. Der Pharmaindustrie sichert diese Politik ein Riesengeschäft.

 

Vielleicht ist es so: Wenn Gesundheit eine Ware ist, werden aus Patienten Kunden. Um sie anzufixen, muss der Impfzwang durchgesetzt werden.

 

Die Geschichte klingt einleuchtend und bräuchte keine Verschwörung. Ob sie stimmt? Fragen Sie Ihre Bundestagsabgeordnete.

 

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Foto: Tara Wolff, Hamburg