Geht doch.

Der Fall des ungeimpften Fußballers Fußballprofis Joshua Kimmich als Lehrstück.


 

Was lässt sich am Fall Joshua Kimmich lernen? fragt Martin Machowecz in der Zeit vom 16. Dezember 2021. Wegen seiner Entscheidung, sich wegen eventueller Spätfolgen nicht impfen zu lassen, sei der Fußballer zu einer „Symbolfigur der Pandemie“ geworden.  

 

Dann erkrankte er an Corona. „Was für Schadenfreude sorgte.“ Herr Machowecz schreibt das lapidar hin, als sei Schadenfreude eine normale Reaktion, wenn ein Mensch erkrankt.

 

Danach versprach Joshua Kimmich, sich doch impfen zu lassen. Er kritisierte jedoch die Art und Weise, wie er zu dieser Entscheidung gedrängt wurde. Sogar der Regierungssprecher hatte ihm eingeheizt. „In einer Zeit, in der vieles ungewiss sei, selbst Experten stetig dazulernten (…) sei ihm kein Recht auf Fehler zugestanden worden.“

 

Ich kann dem jungen Mann keinen Vorwurf machen, wenn er seine Impfskepsis als Fehler bezeichnet. Er hat einen fast unmenschlichen Druck aushalten müssen. Und er machte in dieser Situation deutlich, dass es die angebliche wissenschaftliche Eindeutigkeit nicht gibt. Dennoch bezeichnet der Zeit-Autor Impfskeptiker als „trotzig“.

 

Noch glauben viele Kritiker der Pandemiepolitik an die Kraft der Argumente. Wenn es eine absolute Wahrheit nicht gibt, müsste jedes auf die Erhaltung der Gesundheit ausgerichtete Verhalten als angemessen gelten.

 

Martin Machowecz entscheidet sich im Zweifel gegen den Zweifel: „eine Mischung aus konsistenten Gesetzen und ihrer konsequenten Anwendung.“

 

Der Impfzwang braucht keine wissenschaftliche Begründung. Soll mir noch einer erzählen, es gehe bei der Impfung um den Schutz der Gesundheit.

 

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Foto: Tara Wolff, Hamburg