Ducken und verstecken

 

 

 Zur Pandemie fällt mir nicht mehr ein.      

 

(Vorläufiges) Schlusswort. Mit Verschwörungstheorie.


 Die Erde dreht sich um sich selber

man merkt es deutlich, wenn man trinkt.

   Erich Kästner

 

Nach der Pandemie werde nichts mehr sein wie zuvor. Gähn: nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was soll so eine Pandemie ändern, dachte ich noch Ostern letzten Jahres. Dann implodierte die Gesellschaft. Dann ging es Schlag auf Schlag. Kirchen und Gewerkschaften verschwanden im digitalen Nirwana. Überall nur noch Hotspots, Kinder wurden zu Virenschleudern. Man konnte dem Angstpegel beim Ansteigen zusehen. Diskussionen entfielen. Die Stunde der Opposition schlug seither nicht mehr. Ihr Stündlein scheint endgültig geschlagen zu haben. Und dann waren da noch diejenigen, deren Leben das Virus bedrohte.  Sie mussten geschützt, also isoliert werden. Die Alten mussten von ihren Familien Abschied nehmen. Selbst entscheiden durften sie es nicht. Eine Art fürsorgliche Belagerung. Auch sie dauert an. So starben viele einsam den grausamen Covid-19-Tod.

 

Eine Umkehrung der Werte, die ihresgleichen sucht. Die Ursache: Panikmache in Medien, Unklarheit bei den Forschern (das gehört sich so), das Einknicken der Pflegefachleute und Politiker wie SPD-Propeller Karl Lauterbach, die es genießen, den Menschen im Land „die Zügel anzulegen". Covid-19 verlief seitdem in drei Wellen. Laut Tweets des Abgeordneten meist mit exponentiellem Wachstum.

 

In Berlin bestand das Parlament nicht auf Beteiligung an Sonderregelungen, Grundrechtseinschränkungen. Sie wurden von vielen mit dem typisch deutschen Argument durchgewunken: „Im Ausland ist es schlimmer.“ Gute Bürger seien nicht „aufsässig“, wie ein Mitglied des EKD-Vorstandes mitteilte. Er schnallte ebenso wenig wie ich, dass es ans Eingemachte ging. Im September hoffen 700 (!) Abgeordnete m, d, w auf Wiederwahl. Weil sie vormachten, wie man sich tot stellt. Das erklärten früher drei Affen.

 

Bei der Blockade einer Autobahn an der Baustelle der Startbahn West, an der ich teilnahm - vor fast 40 Jahren, baten ein paar Fahrer inständig, wir sollten sie durchlassen. Wir lehnten fast immer ab. Ich spürte meine Macht und schämte mich für meine Anmaßung.

 

Eine wichtige Frage ist völlig offen: Wann ist Schluss mit den Sonderbeschlüssen? Anders als Ostern letztes Jahr fürchte ich jetzt, es könnte kein Ende geben. Die meisten Bürger wünschen anscheinend kein Ende. Dann drohte ihnen der  Tod. Und über den Tod redet man nur im Zusammenhang mit Statistik. Die Menschen wollen leben. Egal wie. Es braucht nicht viel zum Unglücklichsein.

 

Wer glaubt noch, Theater würden gebraucht. Und Opern. Menschen, die darauf hinleben, gibts die noch? Diese Kultur ist ab jetzt Beiwerk. Und was wird aus Wirten, wenn nicht nichts? Was wird aus den vielen,  die jetzt noch Berufsverbot haben?

 

Das ist vielleicht die schauerlichste Erfahrung. Der Rückkzug auf das Eigeninteresse, das Andere nur noch als Gefährder oder als Erziehungsobjekt wahrnimmt. Ich hatte immer im Hinterkopf, Lockdowns müssten auch für Militärs interessant sein. So ist es: Jens Spahn gab einem Offizier die Leitung der neuen Abteilung Gesundheitssicherung. Der Mann sitzt dem Krisenstab vor. Ein Experte für biologische Kriegsführung. Es ist nicht unwahrscheinlich, das wir im Lockdown auch sitzen, weil wir Teil eines Manövers sind, in dem der biologische Krieg geübt wird.

 

Erinnern Sie sich? Als die meisten noch rätselten, wie gefährlich das Virus wäre, forderte Josef Fischer, in Saalschlachten gestählter Kriegsminister, autarke Pharmazieunternehmen. Die frisch gewählte Grüne Annalena Baerbock (Waffen gegen China) wird sich darauf freuen, nach Wahlschlachten als Kanzlerin auf der Kommandobrücke zu stehen. Wenn ich diese Leute erlebe, wird mir angst und bange.  Wir wären also nicht nur Laborratten, sondern auch Schlachtvieh.

 

Politiker können Krise. Das beweisen sie täglich. Ich empfehle: Duck and Cover.

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Schreibtischlerei  Hamburg Altona   Tel: 040 319 755 96  moes@hamburg.de

Es heißt, Deutsche lösten, wenn sie Revolution machten, eine Bahnsteigkarte, bevor sie den Bahnhof stürmten. Heute wissen sie nicht, wo in der Shoppingmall, die sie stürmen, die Bahngeleise sind. Die Revolution ist - von oben kommend - gerade abgefahren.